A28 Umfahrung Küblis Küblisertunnel und Tagbauten Prada

Mit der Umfahrung Küblis konnte die letzte grosse Lücke der Nationalstrasse A28 im Prättigau geschlossen werden. Herzstück der Umfahrung ist der etwas mehr als 2km lange Küblisertunnel mit den östlich anschliessenden Kunstbauten Prada.

Ausgangslage

Das Dorf Küblis wird mit einem Tunnel von ca. 2'225 m Länge umfahren und so vom Durchgangsverkehr entlastet. Die Umfahrung beginnt westlich von Küblis bei der heutigen Land-quartbrücke und schliesst im Saaserstutz südlich des Halbanschlusses Saas West an die Umfahrung Saas an.

Auftrag

Im Januar 2008 hat das Tiefbauamt des Kantons Graubünden die Gähler und Partner AG mit der Projektierung des Küblisertunnels der Umfahrung Küblis beauftragt. Der Auftrag umfasst den bergmännischen Tunnel, den parallelen Sicherheitsstollen mit Querverbindungen sowie die Materialbewirtschaftung inkl. der Deponie für das anfallende Ausbruchmaterial.

Projekt

Der Küblisertunnel weist ein Lichtraumprofil von 7.5 x 4.5 m und einem freien Querschnitt von 56.3 m2 auf. Der Tunnel hat ein einheitliches Längsgefälle (4.195 – 4.641 %) von Ost nach West. Das Quergefälle beträgt 4.5 % bzw. 7% im Bereich der Kurven anfangs und Ende Tunnel. Im Übergangsbereich finden zwei Quergefällswechsel statt. Talseitig des Küblisertunnels und mehrheitlich parallel dazu verläuft der Sicherheitsstollen, welcher alle 300 m mit dem Tunnel verbunden ist (total 8 Querverbindungen, davon 7 bergmännisch).

 

In einem Abstand von ca. 500 m sind drei doppelseitige Ausstellbuchten angeordnet, alle 150 m wechselseitig SOS-Nischen. Hydranten-Nischen sind ebenfalls alle 150 m angeordnet. Bei der mittleren Ausstellbucht wird kombiniert mit der Querverbindung Nr. 7 eine Trafostation ausgebildet.

Aufgrund des gewählten Lüftungskonzepts sind eine Zwischendecke und alle 100 m Brandklappen vorgesehen. Die Zwischendecke wird 300 m vor dem Portal Prada abgesetzt. Das Innengewölbe des Tunnels ist 30 cm dick und, ausser bei den Störzonen, unbewehrt. In den Störzonen und im Portalbereich Prada wird zusätzlich ein Sohlgewölbe angeordnet. Der Tunnel ist mit einer Regenschirm-Abdichtung versehen. Das Bergwasser wird in seitlichen Gewölbedrainageleitungen gefasst und alle 50 m in die Bergwasserleitung geleitet.

Der Sicherheitsstollen weist ein Lichtraumprofil von 2.8 m Breite und 2.8 m Höhe auf und wird in einschaliger Bauweise erstellt. Die Querverbindung werden einschalig erstellt und weisen dasselbe Lichtraumprofil wie der Sicherheitsstollen auf. In der Sohle des Sicherheitsstollens wird als Hauptentwässerung eine Drainageleitung verlegt.

Der bergmännische Tunnel wurde sprengtechnisch im Kalottenvortrieb aufgefahren. Der Sicherheitsstollen wurde sprengtechnisch im Vollausbruch und im Portalbereich Dalvazza im Lockergestein im Schutze eines Rohrschirms aufgefahren.

Die Kunstbauten Prada bilden den Übergang vom bergmännischen Tunnel Küblis zur offenen Strecke zwischen Küblis und Saas im Osten. Sie beinhalten den rund 130 m langen Tagbautunnel mit der darüberliegenden zweigeschossige Betriebszentrale, die anschliessende rund 85 m lange Galerie, den Tagbaubereich des Sicherheitsstollens sowie den Bachdurchlass Schluochtbach, welcher die Galerie in der Nähe des Portals unterquert.

Bauherrschaft

Tiefbauamt Graubünden

Unsere Leistungen

Bauprojekt, Submission, Ausführungsprojekt, Fachbauleitung, Inbetriebnahme 

Status

Abgeschlossen

Ort

Küblis, Kanton Graubünden