Ostumfahrung Bad Zurzach

Mit dem Neubau der Umfahrungsstrasse wird die historische Altstadt markant entlastet. 

Ausgangslage

Die rund 900 m lange Ostumfahrung Bad Zurzach hatte zum Ziel, den Durchgangsverkehr aus dem Ortskern von Bad Zurzach zu verlagern. Für die Linienführung wurden im Generellen Projekt mehrere Varianten untersucht.

Auftrag

Gähler und Partner AG hat den Auftrag erhalten, in einer Variantenstudie mögliche Linienführungen zu prüfen und die Bestvariante zum generellen Projekt auszuarbeiten.

Projekt

In der Variante «Hoch Offen überdeckt lang» verläuft das Trasse ab der Bruggerstrasse im Hangeinschnitt am Fusse des Zurziberges südwestlich der Gemeinde bis zum heutigen Schützenweg. Diese Bestvariante beinhaltet folgende Objekte:

Trasse:

Nebst dem rund 400 m langen Hangeinschnitt und dem Tagbautunnel, weist die Variante mehrere teilweise mit Lichtsignalanlagen gesteuerte Knoten auf. Erschliessungsstrassen sowie Langsamverkehrsverbindungen im und am Siedlungsgebiet wurden neu geplant.

Tagbautunnel:

Im Siedlungsgebiet wird das Trasse in einem 290 m langen Tagbautunnel unter dem bestehenden Terrain geführt. Das Hauptbauwerk der Ostumfahrung Bad Zurzach wird zweispurig geführt und öffnet sich im Bereich des Knoten Zürcherstrasse auf drei Fahrspuren. Temporäre Baugrubenabschlüsse sind beidseitig auf der ganzen Länge zu erstellen.

Zentrale / BSA:

Der Tunnel verfügt über eine unter Terrain liegende Zentrale mit den benötigten Einrichtungen. Die Zugänglichkeit ist über den Schützenweg sowie den Tunnel gewährleistet.

Die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung wurden nach den entsprechenden Normen durch Gähler und Partner AG geplant.

Pfahlwände:

Im geologisch schwierigen Hang wird als Hangsicherung eine rund 365 m lange permanent, rückverankerte Pfahlwand geplant. Diese kragt maximal 9 m aus und weist eine Maximalpfahlwandlänge von 14 m auf.

Talseitig wird eine permanent, rückverankerte Pfahlwand mit einer Maximalpfahllänge von 13 m gebohrt.

Brückenbauten:

Ersatz der bestehenden SBB Brücke durch ein 20m lange vorgespannte Einfeld-Stahlbeton-Brücke. Die Bahnverbindung muss dabei ständig gewährleistet bleiben. 

Eine neue, auf Pfählen fundierte, 19 m lange Einfeldbrücke muss zur Aufrechterhaltung der Rehwiesenstrasse erstellt werden.

Werkleitungen:

Im Projektperimeter sind die Anlagen für die Gewerke EW, Gas, der Telekommunikation und Entwässerung mit Retentionsfilterbecken geplant worden.

Lärmschutz:

Die Ostumfahrung Bad Zurzach kommt am Gemeinderand sowie in stark besiedeltem Wohnquartier zu liegen und stellt enorme Anforderungen an den Lärmschutz.

Bauherrschaft

Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau

Unsere Leistungen

Vorvariantenstudie und Vorprojekt, Generelles Projekt, Strassen- und Werkleitungsbau, Tagbautunnel, Kunstbauten und BSA

Status

Abgeschlossen

Ort

Bad Zurzach, Kanton Aargau